Der Leineweber
Der Leineweber ist eine Sagenfigur welche im Thüringer Sagenbuch von Ludwig Bechstein beschrieben wurde. Nun steht er, in Menschenübergröße, direckt hinter dem Glittstein auf dem Breitunger Marktplatz.
Der Glittstein.
Vor uralten Zeiten ist einmal nahe bei Frauenbreitungen ein mächtig großer Stein vom Himmel gefallen, der ist kohlschwarz und glatt. Weil nun der Stein vom Himmel gefallen war, so wollten die zu Frauenbreitungen denselben gern in ihrem Ort haben, als ein Wahrzeichen, aber der Stein war gar zu schwer. Nun saß in Breitungen ob eines Verbrechens ein Leineweber, der vermaß sich, mit seiner Kraft, ihn in seiner Schürze und in einem Gange vom Felde herein und bis an die Kirche zu tragen. Das wurde angenommen, und der Leineweber trug richtig den Stein in einem Gange vom Felde bis auf den Markt, da bekam plötzlich die lange Schürze einen Riß durch ihre ganze Breite und der Stein glitt heraus auf den Boden, und konnte nicht weiter fortgebracht werden. Und da liegt er noch immer, denn niemand kann ihn erheben, geschweige von dannen tragen. Gleichwohl wurde der Leineweber seines Vergehens losgesprochen, doch sollen seitdem seine Zunftgenossen keine langen Schürzen mehr tragen, sondern kurze.
Thüringer Sagenbuch. Erster Band
von Ludwig Bechstein
Initiation
Die rund zwei Meter hohe Skulptur mit dem Titel "initiation", ein Werk von Robert Rost, entstand im Rahmen des 4. Bildhauer-Symposiums 2019 in Breitungen. Als Dauerleihgabe der Freimaurerloge Georg Liberalitas in Meiningen fand sie ihren Platz auf dem Meininger Friedhof. Dort erinnert sie in würdiger Weise an die Brüder, die ihren Weg in den "ewigen Osten" angetreten haben.
Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen
Heilige Elisabeth von Thüringen
Robert Rost gestaltet eine einzigartige Zwei-in-eins-Figur, die die Gesichter von Herzog Georg II. und der Heiligen Elisabeth miteinander vereint. Von vorn betrachtet zeigt die Skulptur das Gesicht des Theaterherzogs, während auf der Rückseite die Umrisse der Heiligen Elisabeth sichtbar werden. Diese kunstvolle Gestaltung verbindet Historie und Spiritualität in einem Werk, das durch den wechselnden Blickwinkel unterschiedliche Perspektiven eröffnet. Die klare Linienführung und die harmonische Integration beider Motive machen die Skulptur zu einem eindrucksvollen Beispiel meisterhafter Bildhauerarbeit. Die Skulptur findet ihren Platz vor der Kirche in Niederschmalkalden, die einst von Herzog Georg II. gestiftet wurde, und fügt sich harmonisch in den historischen Kontext ein.
in-um-über
Erstmalige Kooperation mit dem Vereins Stadtlabor RE eV mit dem Institut DIE BRÜCKE-Recklinghausen. Teilgenommen haben acht Künstler aus der Region und ein Künstler aus der Partnerstadt Schmalkalden in Thüringen, Robert Rost.